Als ich einmal zu mir kam, öffnete ich mir die Tür und freute mich, endlich Zeit für einen Plausch in eigener Sache zu finden. Nun ja, was soll ich sagen: Es war ein aufschlussreiches Selbstgespräch.
Lieferung frei Haus ist ja schön und gut. Aber ich hätte da noch ein dringliches Anliegen an die Leute vom IKEA-Service: Kommen Sie BITTE bei mir vorbei, wenn der Bezug meines Poäng-Schwingstuhls nach monatelang intensiver Nutzung gewaschen wurde! Ja, erst nach Monaten. Denn die Angst zu versagen lässt mich so lange mit der Reinigung warten, bis das Weiß des Bezuges nicht mal mehr zu erahnen ist.
Hat sich von den Designern mal wer überlegt, wie diese riesigen Schaumstoffplatten in die von innen angefilzten Bezüge zurückkehren sollen? Jede Presswurst hat mehr Platz im Darm als dieser bemitleidenswerte Schaumstoff, auf dessen zugerichtete Falten und Wülste wir uns nach mehrstündigem Schieben, Quetschen und Schimpfen erschöpft fallen lassen.
Aber die Philosophie, die IKEA lebt ist ja: Do it yourself. Im Klartext heißt das: Ikea entwirft für’s Auge und liefert die Rohstoffe, wir müssen selber sehen, wie am Ende ein gebrauchsfähiges Möbel entsteht.
Danke, IKEA!
Frauen wurde die Gabe der weiblichen Intuition in die Wiege gelegt. Die meisten Männer kompensieren das Nichtvorhandensein dieser Intuition über ausgeklügelte Denkstrategien. Zwei gleichberechtigte Wege, wie ich finde, die zum gleichen Ziel führen.
Wollen wir also strategische Häupter und intuitionsgeschwängerte Bäuche respektieren und uns nicht an Unterschieden zwischen Mann und Frau ergötzen, sondern unsere Konzentration vielmehr auf die Ergebnisse lenken?
Brettchen sind dem Tellerwäscher sein Tod.
Wenn ich darüber nachdenke, worüber ich heute nachdenke, stelle ich fest, dass mich das Gestern verändert hat .
In Dresdner Grundschulen und Kindergärten ging mit dem heutigen Tag ein vom Bundesministerium für Familie und Soziales gefördertes Projekt zu Ende. Emsig hatten die kleinen Jungen und Mädchen in den letzten Wochen daran gearbeitet, um heute – pünktlich zum Fasching – ihren Müttern und Vätern selbst genähte Kostüme zu überreichen. Der Renner: ein hauchdünnes Nervenkostüm. Aus Respekt vor ihren Kindern sehen sich die betroffenen Eltern gezwungen, dieses nun wenigstens einige Tage zu tragen. Allen Büttenreden, Entschuldigung, allem Bitten und Reden zum Trotz. Wenn Sie also morgen in Dresden unterwegs sein sollten und genervten Eltern begegnen: Haben Sie Verständnis!
wenn du allmählich in die Jazz- & Swingszene abrutschst,
wenn Geranien einen Platz in deinem Blumenkasten finden und obendrein den Sommer blühend überstehen,
wenn ein Schlückchen Eierlikör auf jede Portion Eis gehört,
wenn dein Essen an Uhrzeiten gebunden ist,
wenn du bei Regen panisch nach dem Schirm suchst,
wenn du für jeden Artikel in der Zeitung ein Kopfschütteln übrig hast,
wenn du deine Nachbarn besser zu kennen glaubst als dich selbst,
dann ist es soweit.
du wirst älter.
wenn du keine Angst vorm Zahnarzt mehr hast,
wenn du fünf Arten von Stille allein am Geräusch erkennen kannst,
wenn du dir täglich einen Pillencoktail einwirfst, den die Kasse trägt,
wenn das Fenster die Verbindung zu einer fremden Welt wird,
wenn die Endloswiederholungen alter Sendungen auf dem mdr deinen Abend zum Gelingen bringen,
wenn du erkennst, dass Udo Jürgens die ganze Welt zum Narren hielt, als er davon sang, das Leben finge mit 66 erst so richtig an,
dann ist es soweit.
du bist alt.
und dann?
dann kannst du es dir gemütlich machen, dich endlich an den Tisch setzen und die Weisheit mit Löffeln fressen.
Nachts, als der Mond mein Held war,
schien alles gut und in goldenem Schimmer.
Die Dunkelheit, die ihm unterstellt war,
wich zurück in die Schatten der Zimmer.
Nachts, als der Mond mein Held war,
verlieh er den Dingen ein anderes Licht.
Mit tiefer Bedeutung, die vorher verdeckt war,
verklärte sich alles, gab mir freie Sicht.
Nachts, als der Mond mein Held war,
sagten die Sterne: “Lass dich nicht beirren.
Es ist der Mond, hast recht, ein Held zwar,
seine Weisheit jedoch wird dich nur verwirren.”
So denk’ ich nach in wachen Stunden
des Nachts bei gelbem Mondenschein,
ob es wert ist, schlaflos die Welt zu bedenken?
Und während ich grüble, … schlafe ich ein.
verbindet Menschen
hilft dir, in dein Innerstes durchzudringen
gibt dir Kraft, über dich selbst hinaus zu wachsen
ist ein Abenteuer ins weite Unbekannte
macht dich frei
weckt den Optimisten in dir
kommt auf leisen Sohlen, sichtbar nur für zwei Menschen
oder schlägt ein, heftig und gewaltig
hält die Welt an, du lebst für den Moment
gibt dir Halt, wenn alle gegen dich sind
ist sanft und fesselnd zugleich
braucht keine Worte und ist dennoch der Grund für unzählige Gedichte
wird dich zerbrechen und wieder aufrichten
lässt deinen Charakter reifen
beginnt im Herzen und endet im Kopf
bleibt dennoch ein großes Rätsel
für alle, die sie gepackt hat und für diejenigen,
die Verliebten zuschauen
wächst auf jedem Boden,
mimosenhaft zerbrechlich oder ausdauernd wie Unkraut
Und noch eines zum Schluss: sie kommt ganz von oben als Geschenk!
Hinter dichten Gardinen versteckt, liegt das Königreich, in dem Jonas zu Hause ist. Er ist kein gewöhnlicher Junge, er ist ein Drachenjunge. Seine Schwester Martha wohnt auch darin. Und weil sie jünger ist, beschützt Jonas sie vor dem bösen Drachen. Martha sagt, sie sei eine Prinzessin und ihre Mutter die schöne Königin mit den traurigen Augen. Jonas hat gelernt, dass Königinnen sehr beschäftigt sind und dennoch einsam sein können. Da bleibt wenig Zeit für den Drachenjungen und die Prinzessin übrig. Aber daran haben sich die Kinder gewöhnt. Sie spielen oft zusammen und bestehen in ihren Träumen die größten Abenteuer. Sie haben einander zum Lachen und fröhlich sein. Jonas hat ein Schwert aus Holz und eine echte Ritterrüstung mit Helm, Brustpanzer und Schild. Die braucht er, um sich zu schützen. Besonders, wenn es dunkel wird im Königreich und die Sterne hoch am Himmel stehen, ist es gefährlich, sich außerhalb des Kinderzimmers zu bewegen. Dann laufen die Kinder ganz leise auf Zehenspitzen, wenn sie nochmal auf die Toilette gehen, um den bösen, unberechenbaren Drachen nicht zu reizen. Die Königin aber muss den Drachen besänftigen und gut zu ihm sein, damit er ruhig bleibt und nicht Feuer spuckt. Doch hat sie sich schon oft an den heißen Flammen seines Atems verbrannt. Schmerzende Narben sind dabei auch auf ihrer Seele entstanden. Das sieht man an ihrem traurigen Blick. Obwohl sie weiß, dass er ihr wehtun wird, ist sie jeden Abend in der Höhle des Drachen. Das ist ihre Art, Jonas und Martha zu lieben und die Kinder vor dem Zürnen und Schnauben des Ungeheuers zu bewahren.
Der Mond scheint hell ins Kinderzimmer und erleuchtet die friedlich schlafenden Gesichter. Dann erwacht Jonas. Er muss nochmal. Leise steht er auf, will die Prinzessin nicht wecken, nimmt sein Schwert und schleicht sich aus dem Kinderzimmer durch den dunklen Flur. Ja, der Drache ist da und die Königin ist bei ihm. Er hört, wie sie wimmert und fleht. Doch der Drache ist in unbändigem Zorn und spuckt Feuer, dass Jonas es durch die geschlossene Tür spüren kann. Seine Mutter! Er tut ihr weh! Gepackt von unendlichem Mut, den man nur für eine Tat aus Liebe aufbringen kann, reisst der Drachenjunge die Tür auf, hebt sein Schwert und schlägt mit voller Kraft auf den Drachen ein. Hieb um Hieb um Hieb. Die Tränen fließen über sein wild verzerrtes Gesicht, bis der Drache am Boden liegt und sich nicht mehr rührt. Erschöpft sinkt Jonas neben dem Ungetier zusammen und legt seinen Kopf auf das schwer atmende Drachenhaupt. Die Königin streichelt beruhigend über sein Haar. Aber Frieden finden kann Jonas nicht. Schließlich ist er der Junge des Drachen.
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